13. January 2010 · Antifa, News
Am 13. Februar 2010 soll in Dresden, nach dem Willen der Nazis erneut, einer der grössten Naziaufmärsche in Europa stattfinden. Von 1998 bis 2007 ist die Zahl der AufmarschteilnehmerInnen fast stetig gestiegen. Während der Aufmarsch immer schon eine verbindende Funktion innerhalb der deutschen extremen Rechten hatte, ist in den letzten Jahren auch verstärkte Teilnahme von Nazis aus dem europäischen Ausland zu beobachten.
Aus Hannover mobilisieren wir zu den Aktivitäten gegen den Naziaufmarsch in Dresden. Zusammen mit Gruppen aus Niedersachsen, Bremen und Hamburg, werden Busse organisiert um möglichst vielen AntifaschistInnen den Weg nach Dresden möglich zu machen. Die Mobilisierung soll zudem durch Veranstaltungen ergänzt werden. So unterschiedlich die Ansprüche der verschiedenen Mobilisierungen an Inhalt und Praxis sind, so klar muss sein, dass der Naziaufmarsch in Dresden nicht ohne Widerstand bleiben darf!
Auf nach Dresden! Naziaufmarsch stören! Opfermythen angreifen!
Update: Razzien gegen AntifaschistInnen
Am Dienstag, dem 19.1.2010, ging die Polizei mit Razzien in Berlin und Dresden gegen das bundesweite Bündnis “Dresden Nazifrei” vor, das Massenblockaden gegen den, für den 13. Februar 2010 geplanten, Neonaziaufmarsch in Dresden organisiert. Betroffen waren der Antifa-Shop Red Stuff in Berlin und ein Büro in der Landesgeschäftsstelle der Linkspartei in Dresden.
Die Polizei beschlagnahmte sämtliches Material der geplanten Proteste gegen den Neonaziaufmarsch und begründete ihre Aktion damit, der Aufruf zur Blockade des Aufmarsches sei eine Straftat. Diesen Aufruf unterstützen inzwischen über 230 Organisationen sowie rund 1.000 Einzelpersonen. Auch die Bündnishomepage wurde unter fadenscheinigen Begründungen abgeschaltet. Mittlerweile ist die Homepage unter neuer Domain wieder im Netz.
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Tags:bundesweit·Demonstration·Dresden·Gedenken
Wir wollen zum Jahresende auf die folgende Veranstaltung hinweisen:
Mit der Party unterstützen wir Alle, die in Hannover Ärger mit den Bullen haben, weil sie gegen die Bundeswehr und die mörderische deutsche Kriegspolitik aktiv sind.
In Hannover gibt es seit Jahren viele antimilitaristische Aktionen. Meistens geht es um öffentliche Auftritte der Bundeswehr . Zu diesem Widerstand gehört seit Jahren der Kampf gegen das Sommerbiwak der Bundeswehr im Stadtpark.
Auch in diesem Jahr gab es einige Aktionen. Zum Beispiel wurde versucht, im Vorfeld einen Pavillon im Stadtpark anzuzünden, der der Bundeswehr während ihrer Feier als VIP-Lounge dient. Das war der Anlass für eine Hausdurchsuchung bei einem Antimilitaristen, der jetzt ein Verfahren wegen versuchter Brandstiftung und Verstoss gegen das Waffengesetz hat.
Mit einer fetten Silvesterparty unterstützen wir ihn und Alle, die sich den kriegerischen Verhältnissen in den Weg stellen!
Party auf drei Floors mit Electro bis zu Trash, Pop und Co.
Do. 31. Dezember 2009 | UJZ Korn | 22 Uhr
Tags:Antimilitarismus·Party·Solidarität·Sommerbiwak
14. December 2009 · Antifa, News
Seit Jahrzehnten besteht mit dem Hof von Joachim Nahtz im niedersächsischen Eschede ein Treffpunkt für Neonazis mit überregionaler Bedeutung. An keinem anderen Ort in Norddeutschland fanden so häufig und regelmäßig größere Naziveranstaltungen statt. Dies meist ungestört und geschützt durch die Polizei. Dabei haben die Sonnenwendfeiern im Juni und Dezember besondere Bedeutung bei einer Zelebrierung nationalsozialistischer Ideologie. Am 19. Dezember 2009 wollen Neonazis in Eschede wieder eine “Wintersonnenwendfeier” durchführen.
Deshalb rufen wir auf zu einer antifaschistischen Landpartie!
Bündnisdemonstration mit Antifa-Block
Sa. 19. Dezember 2009 | Bahnhof (Eschede) | 13.30 Uhr
Mehr Infos auf der Sonderseite.
Tags:Demonstration·Niedersachsen
Am 17. November demonstrierten mehr als 3000 Menschen in Hannover. Die Unzufriedenheit mit der herrschenden Bildungspolitik wurde deutlich zum Ausdruck gebracht.
Auf einer Vollversammlung der Studierenden der Uni Hannover wurde das Audimax, der größte Vorlesungsraum besetzt. Ein entsprechender Antrag wurde vorher mit großer Mehrheit beschlossen. Damit wurde in Hannover nun erneut ein Freiraum geschaffen, an dem Protest und Widerstand gegen die zunehmende kapitalistische Umstrukturierung des Bildungssektors organisiert und entwickelt werden kann. » Weiterlesen
Tags:Besetzung·Bildungsproteste·Freiräume·Hannover·Protest
15. November 2009 · Antifa, News
Am heutigen Sonntag, dem sogennanten Volkstrauertag, wurde in Grossburgwedel bei Hannover ein Denkmal für die “Opfern von Krieg und nationalsozialistischer Gewaltherrschaft von 1933-1945″ eingeweiht. Selten wird die Verdrehung der Geschichte so offen und schamlos inszeniert wie an diesem Tag im Speckgürtel von Hannover.
Denn in erster Linie sind damit die toten Soldaten aus der Stadt gemeint, die als Angehörige der Nazi-Wehrmacht einen imperialistischen Krieg führten und nicht die zahlreichen dokumentierten Fälle in denen Menschen aus rassistischen und antisemitischen Gründen getötet und deportiert wurden.
Doch nicht nur Wehrmachtssoldaten sind die Lieblings”opfer” in Grossburgwedel. Auch die Namen von mindestens fünf SS-Angehörigen und einem Mitglied des Sicherheitsdienstes (SD) stehen auf dem Denkmal. » Weiterlesen
Tags:Gedenken·Hannover
Part I:Unter dem Motto “Siempre Antifascista!” rufen antifaschistische Gruppen zu internationalen Aktionstagen auf. Diese sollen den im Gedenken an die von Neonazigewalt betroffenen Menschen durchgeführt werden.
Ein weiterer Schwerpunkt ist das Thema Antifaschismus in Subkulturen und eine internationale Antifa-Bewegung.
Bei der Infoveranstaltung in Hannover werden die GenossInnen der north east antifascists aus Berlin die Kampagne vorstellen.
Part II: 2009 jährt sich der Todestag der Antifaschistin Conny zum 20. Mal.
Conny wurde in Göttingen nach einer Auseinandersetzung mit Neonazis von der Polizei in den fließenden Straßenverkehr gejagt. Sie von einem Auto erfasst, durch die Luft geschleudert und war sofort tot. Das war ein politischer Mord!
Hintergrund dieser Eskalation waren regelmäßig stattfindene Übergriffe von Neofaschisten gegen Linke, alternative Jugendliche und MigrantInnen in der Göttinger Innenstadt. Hiergegen organisierten autonome Antifas antifaschistische Selbsthilfe. Wurden Neofaschisten aus Göttingen und dem Umland in der Stadt gesichtet, wurden diese unmittelbar von antifaschistischen Kräften militant vertrieben. Zu solch einer Auseinandersetzung kam es auch am 17. November 1989, an der die Antifaschistin Conny involviert war. Wie häufig zuvor auch geleitete die Polizei die Faschisten sicher aus der Innenstadt und eröffnete im Anschluss eine Verfolgungsjagd gegen die AntifaschistInnen. Eine besondere Rolle nahm dabei das Zivile Streifenkommando (ZSK) ein; eine politische Polizeieinheit in zivil, die sich seit Jahren einen Kleinkrieg mit der autonomen Szene der Universitätsstadt lieferte. Dass sie Conny dabei auf der Weender Landstraße in Höhe des Indunazentrums in den fahrenden Verkehr trieben war kein Zufall, sondern sie folgten damit aktiv ihrer Gesinnung. Dies zeigt der entsprechende Spruch im Polizeifunk am 17.11.1989 um ca. 21.10 Uhr: “Ich würde sagen, wenn wir genug Leute sind, sollten wir sie ruhig mal plattmachen”.
Um an den politischen Mord an Conny zu erinnern, wird es in Göttingen im November eine Demonstration unter dem Motto “Kein Vergeben, kein Vergessen!” geben. In Hannover wird es vorher eine Infoveranstaltung mit der Antifaschistischen Linken International geben.
Termine:
Infoveranstaltung “Siempre Antifascista”
Fr. 6. November 2009 | Indiego Glocksee | 19 Uhr
Infoveranstaltung “Kein Vergeben, kein Vergessen!”
Mi. 11. November 2009 | UJZ Korn | 20 Uhr
Demonstration “Kein Vergeben, kein Vergessen!”
Sa. 14. November 2009 | Gänseliesel, Göttingen | 15 Uhr
Tags:Demonstration·Gedenken·international·Solidarität
Nachdem gestern der Prozess gegen die drei angeklagten Anitmilitaristen Axel, Florian und Oliver sein Ende nahm. Die drei Genossen wurden am Mittag zu je 3,5 und 3 Jahren Gefängnis verurteilt. Ihnen wurde vorgeworfen, als Mitglieder der „militanten Gruppe“ an einer versuchten Brandstiftung an Bundeswehrfahrzeugen beteiligt gewesen zu sein.
In Hamburg (200), in Bremen (ca. 100) und Berlin (800-1000) gingen Menschen auf die Straße um gegen die Kriminalisierung des antimilitaristischen Widerstands und linker Bewegung zu protestieren.
In Hannover wurden ebenfalls Aktionen durchgeführt. Diese waren Teil eines bundesweiten dezentralen Tag X-Konzepts.
Einen Überblick zu den verschiedenen Aktionen gibt es auf indymedia.
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Tags:Fotos·militante Gruppe·Solidarität
Der mg-Prozess gegen Axel, Oliver und Florian neigt sich dem Ende zu. Die Bundesanwaltschaft (BAW) wirft ihnen vor Bundesfahrzeuge angezündet zu haben und Mitglieder der militanten gruppe (mg) zu sein. Mit einem bundesweiten, dezentralen Aktionstag am Tag X, dem Tag der Urteilsverkündung, drücken wir unsere Solidarität mit den Beschuldigten im mg-Prozess aus und gehen gegen staatliche Repression auf die Straße. Wir unterstützen die Idee des “Tag X” und rufen zu einer breiten Beteiligung auf, Seid auch in Hannover am Aktionstag im Rahmen Eurer Möglichkeiten aktiv. Organisiert Demonstrationen, Kundgebungen, Veranstaltungen, Straßentheater, Wandbilder und vieles mehr.
Das Einstellungsbündnis bittet um Geldspenden für die Soli-Arbeit auf das Konto der Roten Hilfe e.V., Konto-Nr.: 718 9590 600, Berliner Bank, BLZ: 100 200 00, Verwendungszweck: Repression 31.7.2007
» Den ganzen Aufruf zum Tag X lesen
Tags:bundesweit·militante Gruppe·Solidarität
18. September 2009 · News
Am 26. September spielt die Band WHAT WE FEEL aus Russland zusammen mit NOVEMBER13th aus Hannover im Indiego Glocksee. WHAT WE FEEL machen melodischen HC-Punk und kommen aus der jungen und politisch aktiven Hardcore-Szene in Russland, die sich mit einer zunehmenden Bedrohung durch Neonazis konfrontiert sieht. Immer wieder kommt es zu Angriffen von Neonazi und immer wieder sind Verletzte und teilweise auch Tote zu beklagen.
Die Band nutzt ihre Popularität und macht auf die Situation der AntifaschistInnen in Russland aufmerksam. Teile ihrer Gagen werden für antifaschistische Politik zur Verfügung gestellt.
Sa. 26. September 2009 | 21 Uhr | Indiego Glocksee
Wir werden vorraussichtlich mit einem Infotisch beim Konzert dabei sein.
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Tags:Infotisch·international·Konzert·Solidarität